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Wir alle stellen an uns den Anspruch schön, gepflegt und fit zu sein, was mit den zunehmenden Umweltbelastungen nicht immer ganz leicht zu erfüllen ist. Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und bedeckt die Körperoberfläche in einer Ausdehnung, die bis zu 2 Quatratmeter erreichen kann.

 

 

Die Haut besteht aus drei Schichten:

 

1. die Oberhaut (Epidermis)
2. die Lederhaut (Cutis)
3. das Unterhautfettgewebe (Subcutis)

Die beiden oberen Schichten bestimmen unser äußeres Erscheinungsbild. Im Zuge des natürlichen Reifungsprozesses nehmen die elastischen und kollagenen Fasern, die sich in der Lederhaut befinden, ab und die Haut verliert an Festigkeit und Elastizität.

 

Funktionen der Haut:

 

Die Haut wirkt als Barriere gegen schädigende Umwelteinflüsse, hat die Möglichkeit ihre innere Temperatur der äußeren anzupassen entweder durch Verengung oder Erweiterung der Blutgefäße, wehrt Strahlung, Fremdstoffe, Bakterien und Pilze ab. Sie produziert
Vitamin D, das für die Verkalkung und die Knochenbildung verantwortlich ist.

 

Die Hautanhangsgebilde:


1. die Schweißdrüsen
2. die Duftdrüsen
3. die Talgdrüsen
4. die Haare
5. die Nägel

Die Schweißdrüsen verteilen sich über den ganzen Körper und münden mit einer eigenen Pore an der Hautoberfläche. Die Schweißmenge bewegt sich normalerweise zwischen einem halben und zwei Liter. Im Gegensatz zu den Schweißdrüsen münden die Duftdrüsen in den Haarausführgang. Der Geruch entsteht durch bakterielle Zersetzung.
Die Talgdrüsen kommen am ganzen Körper vor, mit Ausnahme der Handflächen, Sohlen und Fußrücken. Die Produktion der Talgmenge beträgt ca. 1-2 g/Tag, wobei sie hormonell abhängig ist. Die männlichen Geschlechtshormone (Androgene) steigern die Talgproduktion, während die weiblichen (Östrogene) sie dämpfen. Beim Erwachsenen hat der Talg die Aufgabe die Hautbenetzung zu regulieren und einen desinfizierenden sowie neutralisierenden Fettfilm zu produzieren.

 

Die Hauttypen:

 

Der Hauttyp hängt von der Talgproduktion, der Beschaffenheit des Talges, vom Stoffwechsel, von der Feuchtigkeitsproduktion und der Wasserspeicherfähigkeit der Haut sowie von den Pflegeprodukten und der Sonnenbelastung ab.

Die trockene Haut (Sebostase)

ist gekennzeichnet durch eine Verminderung der Talgproduktion sowie durch ein vermindertes Wasserbindungsvermögen. Das Erscheinungsbild der Haut ist matt und stumpf und sie ist trocken und spröde. Die Poren sind klein, nach Wasserkontakt können Rötungen entstehen und die Empfindlichkeit auf mechanische, chemische und thermische Reizungen ist erhöht.

Die fettige Haut (Seborrhoe)


ist gekennzeichnet durch eine gesteigerte Talgproduktion, die durch die erhöhte Empfindlichkeit der Talgdrüsen auf die männlichen Hormone entsteht. Das Erscheinungsbild der Haut ist kräftig und glänzend. Die Poren sind groß, sie neigt zu Mitesserbildung und ist nicht empfindlich. Das Schwergewicht muß auf die Reinigung gelegt werden.

Die empfindliche Haut (Cutis sensibilis)


ist unabhängig vom Hauttyp und weist eine erhöhte Reizschwelle auf. Betroffen ist helle, feinporige vorwiegend trockene Haut. Äußere Einflüsse, Streß sowie Allergien sind oft Faktoren, die die Haut empfindlich werden lassen.

 

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